ÖPP steht für Öffentlich Private Partnerschaften
ÖPP beschreibt die Partnerschaft zwischen der öffentlichen Hand (Auftraggeber) und einem privaten Partner (Auftragnehmer) bei der Beschaffung öffentlicher Infrastruktur.
ÖPP steht für Öffentlich Private Partnerschaft.
Öffentlich Private Partnerschaften verfolgen den Ansatz, ein Projekt der öffentlichen Infrastruktur ganzheitlich, von der Planung bis zum Betrieb, zu betrachten. Es werden alle Phasen (Planen, Bauen, Finanzieren, Betrieb und ggf. Verwertung) in einem so genannten Lebenszyklusansatz miteinander verbunden, abgestimmt und im Gegensatz zur konventionellen Eigenrealisierung, ganzheitlich an einen privaten Partner übertragen. Dies ermöglicht ein wertschöpfungskettenübergreifendes Management.Im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft behält der Staat weiterhin, wie bei der konventionellen Eigenerstellung, die Verantwortung für die Erbringung der staatlichen Leistung.
Bei ÖPP wird der Fokus noch stärker sowohl auf Nachhaltigkeit als auch auf energetische und wirtschaftliche Effizienz gerichtet.
Während der gesamten Vertragslaufzeit trägt der private Partner im hohen Maße Verantwortung für die Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit des Objektes. Sollten diese nicht gewährleistet sein, kann der öffentliche Auftraggeber die festgelegten Entgelte mit Hilfe von Malus-Regelungen kürzen. Der private Partner hat daher den Anreiz, schon bei der Planung darauf zu achten, den reibungslosen Betrieb zu garantieren. Während des Betriebes wird zudem auf die Einbindung regionaler Unternehmen abgezielt. Gerade im Hochbau ist die Mittelstandsbeteiligung sehr hoch.
ÖPP steht damit für ein nachhaltiges und wirtschaftliches Management.
Für einen reibungslosen und kosteneffizienten Betrieb wird beim Bau auf hohe Qualität gesetzt. Nur so können Folgemaßnahmen für zuleistende Instandhaltung und Renovierung reduziert werden. Die Qualität aller Leistungen des Privaten ist vertraglich festgelegt und werden regelmäßig kontrolliert. Dies reicht weit über die üblichen Gewährleistungsfristen eines konventionellen Projektes hinaus.
ÖPP steht damit für hohe Qualität.
Neben einer hohen Qualität der Baumaterialien spielen neue Technologien und Know-how eine wesentliche Rolle. Mit Hilfe derer kann der Betrieb weiter optimiert und Kosten eingespart werden. Dies betrifft u.a das Energiemanagement, die Raum- und Gebäudeaufteilung sowie die Objektausstattung.
ÖPP steht damit für Innovationskraft und ressourceneffizientes Planen, Bauen und Betreiben.
Im Mittelpunkt steht aber nach wie vor der Nutzer. Seine Zufriedenheit ist Maßstab für einen funktionierenden Projektablauf. Eine Studie des Institutes Demoskopie Allensbach ergab: 90% der Auftraggeber von Schulprojekten sehen ausschließlich Vorteile bei ÖPP. Schulleiter bewerten die Qualität zu 55% besser (nur 9% schlechter) als bei konventionellen Projekten und sprechen von steigender Schülermotivation.
ÖPP steht damit für hohe Nutzerzufriedenheit
Alle beschriebenen Vorteile sind direkte Gewinne für die Nutzer und tragen dazu bei, Haushaltsmittel effizient und wirtschaftlich einzusetzen. ÖPP bedeutet aber nicht ‚Bauen ohne Geld’.
Jedes Projekt muss auf seine Eignung und Wirtschaftlichkeit überprüft werden und die Kosten durch den öffentlichen Haushalt tragbar sein.
Ist dies gegeben, leistet ÖPP einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen, wirtschaftlichen und effizienten Infrastrukturbeschaffung.
ÖPP ist somit eine alternative Beschaffungsvariante!


