ÖPP-Vorurteile und Urteile
Trotz des Erfolges für Öffentlich Private Partnerschaften in den vergangenen Jahren hat sich das öffentliche Meinungsklima deutlich verschlechtert. Als ÖPP-Gegner treten vor allem privatisierungskritische Nichtregierungsorganisationen, wie Attac, Gewerkschaften, handwerkliche Interessensverbände und Architekten auf. Auch die Rechnungshöfe kritisieren immer häufiger ÖPP-Vorhaben.
Im Folgenden werden die häufigsten Vorurteile gegenüber Öffentlich Privaten Partnerschaften widerlegt.
- ÖPP ist keine Privatisierung
Der Vergleich von ÖPP mit materiellen Privatisierungen ist falsch. - Kein Ausverkauf öffentlichen Eigentums
Bei ÖPP werden keine öffentlichen Vermögenswerte verkauft - Kontrolle des Staates bleibt erhalten
ÖPP führen nicht zum Kontrollverlust des öffentlichen Auftraggebers - ÖPP als Instrument der Verwaltungsmodernisierung
ÖPP verändern die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung, führen aber nicht zum Kompetenzverlust - ÖPP ist kein Finanzierungsinstrument
'Bauen ohne Geld' geht auch mit ÖPP nicht. ÖPP ist eine Beschaffungsvariante - ÖPP-Projekte sind wirtschaftlich
Bei gegebener Eignung kann ein Effizienzvorteile gegenüber der Eigenrealisierung entstehen - Hohe Qualität der Leistung
Erfahrung mit ÖPP weisen eine hohe Service-Qualität und Nutzerzufriedenheit nach - Mittelstand wird bei ÖPP beteilitgt
Mittelständische Unternehmen werden im hohen Maße bei Hochbauprojekten eingebunden - Regionale Unternehmen profitieren von ÖPP
Die Studie des Difu zeigt, dass mehr als 50% der Wertschöpfung in der jeweiligen Region gehalten werden - Kein Preisdumping bei ÖPP
Auftragnehmer haben ein Interessen an einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem Nachunternehmer - Vertraglich geregelter Zustand des Gebäudes am Ende der Laufzeit
ÖPP-Verträge regelen genau, in welchem Zustand ein Gebäude zurückgegeben werden muss - Personalfragen bei ÖPP sozailverträglich gestaltbar
Viele ehemalige Mitarbeiter sind sehr zufrieden mit dem Wechsel zu einer Projektgesellschaft - ÖPP-Verträge sind flexibel gestaltbar
Verträge enthalten Leistungsanpasungs- und Änderungsklauslen - Keine Umgehung von Haushaltsrestriktionen
ÖPP-Projekte müssen ebenso wie in Eigenregie realisierte Projekte im Haushalt transparent dargestellt werden - Hohe Planungssicherheit und Transparenz öffentlicher Aufgaben
Bei ÖPP werden zukünftig anfallenden Kosten vorab berechnet und bei Vertragsabschlus fixiert - ÖPP Projekte schaffen zusätzliche Haushaltsspielräume
ÖPP-Projekte generieren durch den Lebenszyklusansatz Einsparungen, die zusätzliche Investitionen ermöglichen. - ÖPP und Baukultur sind kein Widerspruch
Bei richtiger Ausgestaltung des Verfahrens können mit ÖPP städtebaulich und architektonisch hochwertige Gebäude errichtet werden. - Keine höheren Transaktionskosten über den Projektlebenszyklus
Transaktionskosten für die Vergabe des Projekte fallen bei ÖPP nur einmal im Lebenszyklus an. - Forfaitierung mit Einredeverzicht gewährt ausreichend Sicherheit
Diese ÖPP-Finanzierungsform stellt den öffentlichen Auftraggeber hinsichtlich der Risikoverteilung besser als bei der Eigenrealisierung.


